Venengesundheit

Venengesundheit

Es muss kein schöner, heißer Sommertag sein, der die Beine zum Glühen bringt. Auch wenn hohe Temperaturen häufig eine wichtige Rolle spielen, kann auch bereits ein im Sitzen verbrachter Tag – sei es am Schreibtisch oder im Auto – für schwere und schmerzende Beine sorgen. Rechtzeitig zum Sommer war der Experten-Club von Gesunde Medizin aufgerufen, seine besten Tipps und Tricks für die Venengesundheit einzusenden.

Beine leisten jeden Tag Schwerstarbeit. Stehend tragen sie das Gewicht des Körpers durch die Welt. Um das bewerkstelligen zu können, sind gesunde Venen eine wichtige Voraussetzung, denn durch sie werden die Beine durchblutet. Gute 7.000 Liter Blut müssen dafür täglich von den Füßen wieder nach oben, gegen die Erdanziehung, zum Herzen gepumpt werden, damit es in der Lunge wieder mit Sauerstoff angereichert werden kann. Wenn dieser Blutstrom ins Stocken gerät oder Hindernisse bewältigen muss, ist es nicht verwunderlich, dass man am Abend schon mal das Gefühl dicker, schwerer, geschwollener Beine hat.

Es können die hohen Temperaturen des Sommers sein, aber auch lange Auto- oder Busfahrten sowie Flugreisen und langes Stehen oder Sitzen im Allgemeinen, die sich negativ auf die Beine auswirken. Gerade Bewegungslosigkeit ist ein Grund für den Rückstau des Blutes. Ein Ziehen und Kribbeln stellt sich dann häufig ein, auch können Wadenkrämpfe auftreten. Langfristig eine häufig anzutreffende Folge sind die nicht nur unangenehmen, sondern auch unschönen Krampfadern.

Um dem entgegenzuwirken, ist genau das richtig, was die meisten Betroffenen ohnehin automatisch bereits tun – nämlich die Beine oder Füße bewegen. „Mal eben die Beine vertreten“ – wenn man es denn täglich tut! „Es ist wichtig, dass man Bewegung in den Alltag einbaut“, davon ist nicht nur Irmtraud Gall aus Simmozheim überzeugt. Britta Lischka aus Oberursel ergänzt: „Aufzug fahren kommt für mich überhaupt nicht infrage, ich nehme immer die Treppen.“ Ausdauer-Sportarten, die nicht allzu schnell und ohne ruckartige Bewegungen einen Schwerpunkt auf der Beinaktivität haben, sind gut geeignet für die Venen. Allen voran das einfache Spazierengehen oder Nordic Walking, genau so wie Schwimmen, Fahrrad fahren oder Tanzen.

Einige Bewegungen lassen sich auch im Sitzen problemlos durchführen. Dazu gehört die so genannte Zehenwippe, bei der man die Füße mit den Zehen nach oben erst anzieht und dann wieder wegstreckt – was auch stehend (abwechselnd auf die Zehenspitzen und auf die Fersen stellen) gut tut. Oder in einem unbemerkten Moment auch einfach mal kurz die Schuhe ausziehen, die Zehen weit von sich strecken und nach ein paar Sekunden wieder zum Fuß hin einrollen. Der Zusatztipp von Gabriele Düsch aus Olching: „Bei Flügen ziehe ich an Bord sofort die Schuhe aus und bequeme Gymnastikschläppchen an. Damit kann ich bequem Fußgymnastik machen, ohne mich einschränken zu müssen.“

Wer jedoch die Beine gerne übereinander schlägt oder das Beinkleid so eng trägt, dass es wenig Bewegungsfreiheit lässt, darf sich nicht wundern, wenn die Venenpumpe ins Stocken gerät. Hingegen sorgen Stützstrümpfe, die auch speziell für die Reise oder den Beruf in der Apotheke erhältlich sind, durch den von ihnen erzeugten Gegendruck für eine verbesserte Durchblutung: „Die Stützstrümpfe sorgen für den nötigen Druck, so dass die Beine dauerhaft entlastet werden“, bestätigt auch Britta Büchling aus Mörfelden. Allerdings gilt das auch nur dann, wenn das Bein bewegt wird – wenn man sich nicht bewegt, helfen auch keine Stützstrümpfe.

Am einfachsten sorgt für Erleichterung (und möglichst nicht erst dann, wenn die Beschwerden auftreten), wenn man ab und an die Beine hochlegt – oder „so oft wie möglich“, das empfiehlt Susanne Sarenio aus Berlin. Anregend – und vor allem während der heißen Sommermonate angenehm kühlend – wirken Wechselduschen oder kalte Kneippsche Güsse. Der Wechsel zwischen warm und kalt verbessert die Durchblutung, da die Venen durch die Temperaturreize automatisch aktiv werden. Und: „Abends ein Kneippscher Unterschenkelguss bewirkt zudem ein gutes Einschlafen!“ fügt Monika Langenbach aus Ranstadt hinzu.

Ein kühlender Effekt wird auch von vielen Cremes und Salben hervorgerufen. Neben den für die Beindurchblutung wirksamen Inhaltsstoffen, die meistens aus der Natur kommen, wie Rosskastanie, Rotes Weinlaub oder Mäusedorn, sind die kühlenden Bestandteile ein wichtiger Teil des Produktes. Petra Kuhlmann aus Bochum fügt noch hinzu: „Ein Arnika-Gel nimmt die Schwellungen!“ Damit sich diese aber gar nicht erst zeigen, sollte man – gerade bei langem Sitzen – immer dran denken, zwischendurch mal aufzustehen und sich zu bewegen...!

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